Ein Personenzug aus Wensickendorf auf der Fahrt nach Basdorf, Aufnahmezeit Ende der 90er, zu der Zeit waren noch Sandwichs aus DR V100 und V60 mit einem oder zwei Personenwagen üblich. Das Bild habe ich damals noch mit einem Diafilm aufgenommen und später eingescannt. Im Web ist es schon hier zu finden: 202 736-5 in Wensickendorf

Die Zeiten mit den Sandwichs sind schon lange vorbei, bei der Gleisanlage hat sich seitdem aber nichts entwickelt. Dies soll sich jetzt aber ändern, die Niederbarnimer Eisenbahn (NEB) will mit Hilfe von 1,7 Millionen Euro an Fördermitteln aus dem EU-Strukturfonds EFRE und auch Eigenmitteln den Abschnitt zwischen Basdorf und Wensickendorf auf eine Zuggeschwindigkeit von 80 km/h ertüchtigen. Bisher können die Triebwagen dort nur 50 km/h fahren.

In der Märkischen Allgemeinen ist jetzt ein etwas längerer Artikel zu dem Thema erschienen: Fördermittelbescheid für Streckenausbau zwischen Basdorf und Wensickendorf übergeben. Demnach beinhaltet die Reparatur auch eine Streckensperrung vom 1. bis 31. Oktober 2010.

Interessant fand ich im Artikel auch folgende Aussage: >>In den vergangenen Jahren habe sein Unternehmen 24,5 Millionen Euro investiert, davon 7,5 Millionen an Eigenmitteln.<<, die bei mir die Frage aufkommen läßt – wem gehören jetzt eigentlich die Gleisanlagen, komplett der NEB oder zum Teil auch dem Land, der EU?

Was mich an der Entwicklung der NEB in den letzten Jahren etwas verwundert hatte, war die Tatsache, daß keine Anstrengungen unternommen wurden, um Liebenwalde wieder anzuschließen. Mit immerhin ca. 4.500 Einwohnern existiert scheinbar ein größeres Passagierpotential als auf dem anderen Ast nach Groß Schönebeck (ca. 1.800 Einwohner).

Richtung Groß Schönebeck wurde die Brücke über den Oder-Havel-Kanal inzwischen neu gebaut und die über den Finowkanal wird gerade saniert. Nach Liebenwalde ist wohl die über den Finowkanal gesperrt, über die am Oder-Havel-Kanal fahren aber wohl bloß keine Züge mehr, weil es dahinter keinen Bahnhof gibt.

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