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Die Märkische Oderzeitung (MOZ) berichtet über die vielschichtigen Diskussionen um einen Haltepunkt für die auf der Ostbahn verkehrende Regionalbahn im Berliner Speckgürtel.

Die Kreuzung mit dem Ring zwischen Neuenhagen und Fredersdorf-Vogelsdorf, der S-Bahnhof Hoppegarten und Berlin-Mahlsdorf hätten ihn gerne.

Regio-Halt am Autobahnring – MOZ.de
http://www.moz.de/lokales/artikel-ansicht/dg/0/1/1274712/

Zuschlag für Netz Ostbrandenburg Vorlauf erteilt
http://www.newstix.de/?session=&site=actual&startentry=0&entmsg=true∣=24709

Den Zuschlag hat die NEB erhalten. Newstix.de schreibt dazu am Ende:

“ Im Vergabeverfahren Netz Ostbrandenburg musste die Betriebsaufnahme für die Linien RB12 Berlin – Templin, RB25 Berlin – Werneuchen, RB26 Berlin – Kostrzyn und RB54 Berlin – Rheinsberg auf Dezember 2015 verschoben werden, da Fahrzeuglieferungen zu einem früheren Zeitpunkt nicht möglich gewesen wären. Mit der jetzigen Zwischenvergabe können bereits einige Qualitätsverbesserungen im Netz Ostbrandenburg ein Jahr früher umgesetzt werden.“

Es scheint fast so, als ob sich zumindest bei einer der Verbindungen von Berlin nach Polen oder eher noch von Polen nach Berlin bei der Qualität in nicht einmal allzu ferner Zukunft etwas tun könnte.

Die MOZ berichtet heute unter dem Titel:

Polen wollen durchgehende Ostbahn-Züge

darüber, dass die polnischen Kommunen entlang der Ostbahn von Gorzów bis Küstrin sich diese durchgehende Verbindung schon zum nächsten Fahrplanwechsel im Dezember wünschen.

Als Ursache für die bisher fehlende durchgehende Verbindung wurde genannt, dass bei den beiden auf der Strecke fahrenden Gesellschaften (Niederbarnimer Eisenbahn (NEB) auf dem deutschen Abschnitt, Regionalbahn der Wojewodschaft Lebuser Land im polnischen Bereich) keine Züge, wobei hier auf beiden Seiten Triebwagen fahren, besitzen, die im jeweils anderen Land zugelassen sind. Die Passagiere müssen also auf der Ostbahn aus beiden Richtungen bisher bis Kostrzyn fahren und für den weiteren Weg umsteigen.

Als (in meinen Augen) Kuriosum berichtet die MOZ jetzt:

„Nachdem jetzt aber die Deutsche Bahn ein Angebot gemacht hat, beiden Gesellschaften entsprechende Wagen zur Verfügen zu stellen, wird nach einer gemeinsamen Lösung gesucht“

(Jürgen Murach von der Berliner Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt)

weiter heißt es:

Der Berliner Staatssekretär Christian Gaebler habe seine Bereitschaft erklärt, zu entsprechenden Abstimmungen einzuladen.

Bei mir entstand beim Lesen des Artikels allerdings die Frage, wie die MOZ darauf kommt, daß die NEB Fahrzeuge der DB anmieten / einsetzen sollte, wenn sie doch ebenso neue kaufen könnte, z.B. den PESA Link. Durch den Gewinn des Dieselnetzes Ostbrandenburg besteht bei der NEB in den nächsten Jahren sowieso die Notwendigkeit, neue Triebwagen zu beschaffen und der PESA Link verfügt schon über Zulassungen für das deutsche Netz und sollte als Triebwagen eines polnischen Herstellers auch die für das polnische haben oder zumindest zügig erhalten.

Ein Blick in die wikipedia auf die Seite zum PESA Link zeigt dann auch, daß die NEB ebensolche Triebwagen beschaffen wird:

Am 12. Februar 2013 hat der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg im Auftrag der Länder Berlin und Brandenburg den Zuschlag für das sogenannte „Netz Ostbrandenburg“, welches aus zwei Losen besteht, an die Niederbarnimer Eisenbahn erteilt. Für den Betrieb von Los 2 ab Dezember 2015 wird sie neben Talent-Triebzügen auch PESA Link einsetzen, voraussichtlich vorzugsweise auf der RB 26 Berlin – Kostrzyn.

Ein Einsatz von Fahrzeugen der DB-AG könnte also höchstens als Übergangslösung gedacht sein. Ob die Zeit bis Dezember allerdings reicht, diese mit allen Beteiligten abzustimmen, bezweifle ich an dieser Stelle einfach mal.

Im wikipedia-Artikel wird auch auf die Pressemitteilung des VBB vom 12.02.2013 verlinkt, von der ich hier einen kleinen Auszug bringe:

Zuschlag für Netz Ostbrandenburg erteilt
Neue Fahrzeuge, mehr Servicepersonal, höherwertige Zugausstattung
Am heutigen 12. Februar 2013 hat die VBB Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg GmbH im Auftrag der Länder Berlin und Brandenburg den Zuschlag für das sogenannte „Netz Ostbrandenburg“ an die Niederbarnimer Eisenbahn Betriebsgesellschaft mbH (NEB) erteilt. Der Vertrag ist in zwei Lose mit einer Laufzeit von neun und zehn Jahren aufgeteilt und umfasst eine jährliche Fahrleistung in Höhe von fünf Millionen Zugkilometer.

PM des VBB

Weiter unten wird in der PM auch auf den zukünftigen Einsatz des PESA Link hingewiesen.

Die NEB soll im Los 2, zu dem neben der RB26 Berlin – Kostrzyn, auf der die NEB jetzt schon fährt, auch die
– RB12 Berlin – Templin (aktuell DG AG, bis zum letzten Fahrplanwechsel noch gemeinsam mit der PEG)
– RB25 Berlin – Werneuchen (aktuell ODEG)
– RB54 Berlin – Rheinsberg (aktuell DB AG)
gehören, den Betrieb ab dem Fahrplanwechsel im Dezember 2015 übernehmen.

Bleibt von der schönen MOZ-Meldung also nur zu hoffen, daß der letzte Absatz stimmt, wonach Berlin gemeinsam mit Brandenburg, den zweigleisigen Ausbau und die Elektrifizierung der Ostbahn im neuen Bundesverkehrswegeplan anmelden wollen, so dass sich wenigstens in der ferneren Zukunft etwas tut. Ob die Ostbahn allerdings dadurch einen massiven Aufschwung beim Güterverkehr erfährt, muß sich erst zeigen. Auch weiter im Süden werden Verbindungen nach Polen ausgebaut, z.B. die über Horka.

Dazu zum Abschluß noch einmal ein Zitat von Herrn Murach von der Berliner Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt aus dem o.g. MOZ-Artikel:

„Wir brauchen die Ostbahn auch als Entlastungsstrecke für den Güterverkehr“

Der Mobilitätsmanager berichtet darüber, daß der erste KISS für die ODEG jetzt offiziell als RE4 fährt und zeigt dazu dieses Bild des neuen Triebwagens:

ODEG_KISS_Stadler_Tr_05951cdff7

Erster ODEG-KISS jetzt einsatzbereit

Der nächste Fahrplanwechsel steht beim VBB bevor und neben dem Wechsel des Betreibers auf einigen Strecken, ändert sich auf anderen die Bezeichnung des Zuges. In Zukunft werden alle Züge im Bereich des VBB RE oder RB heißen egal wer der Betreiber ist.

Einheitliche Bezeichnung im Eisenbahn-Regionalverkehr in Berlin und Brandenburg

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