>> zunächst einmal schön, dass sich jemand mit Epoche VI befasst und das ganze vorbildgerecht angehen möchte – gerade bei KV-Zügen sieht man häufig ein völlig vorbildfreies, buntes Durcheinander an Wagen und Ladungen.

Wenn man einen KV-Zug vorbildgerecht nachbilden möchte, stellen sich mehrere Fragen.

Die m.E. wichtigste ist die folgende: Wer ist der Operator des Vorbild-Zuges?
Das ist das Unternehmen, das den Zug vermarktet. Dies sind z.B. Hupac, KombiVerkehr, boxXpress, TXL, Lineas, Novatrans usw. Anhand des Operators entscheidet sich, welche Wagen ich für meinen KV-Zug ins Auge fassen muss. Züge, in denen Wagen von mehr als einem Operator gleichzeitig eingereiht sind, sind extrem selten.

Im Regelfall gibt es also drei Varianten:
– Zug besteht ausschließlich aus Tragwagen, die dem Operator gehören
– Zug besteht ausschließlich aus Tragwagen, die einer oder mehrerer Vermietungsgesellschaften gehören – Zug besteht aus einer Mischung aus eigenen und angemieteten Wagen

Die dritte Möglichkeit ist m.E. nach die häufigste – viele Unternehmen haben einen Park an eigenen Wagen und haben zusätzliche Wagen angemietet. Typische Waggonvermieter im KV-Segment sind VTG (VTG hat in den letzten Jahren AAE und einen Teil des Wagenparks von NACCO übernommen – häufig sind Logos dieser Firmen noch heute an den Wagen angebracht), Wascosa und Touax.

Wagen von Waggonvermietern kommen häufig in ganz Europa zum Einsatz (also AAE-, jetzt VTG-Wagen, sind selbstverständlich in der Schweiz unterwegs).
Bei Wagen der DB hingegen wird es schon deutlich schwieriger, diese in der Schweiz anzutreffen. Aktuell fallen mir nur DB-Züge ein, die in Basel Bad Rbf (und damit „hart an der Grenze“) beginnen und Richtung Norden fahren. Bis vor 2 (?) Jahren war der „Winner“-Zug Piacenza – Wuppertal ein DB-Zug, da kamen DB-Tragwagen auch im Alpentransit durch die Schweiz.

Da du explizit Hupac erwähnt hast: Neben zahlreichen eigenen Wagen, darunter auch viele Spezial-Bauarten, die es nur bei Hupac gibt (und viele Hupac-Bauarten gibt es auch bisher gar nicht als Modell-Nachbildung) kommen auch zahlreiche angemietete Wagen zum Einsatz, insbesondere T3000e von Wascosa und VTG (v.a. blaue ex Nacco). T2000 und TWIN von VTG (ex AAE) müssten auch noch bei Hupac im Einsatz stehen (in der Vergangenheit waren sie es auf jeden Fall), aber in deutlich geringerer Anzahl.

Die nächste Frage, die du dir stellen musst, ist die der Beladung.
Hier hilft es nur, sich den gewünschten Vorbildzug genau anzusehen – am besten über einen längeren Zeitraum.

Auch hier ist wieder zu unterscheiden zwischen:
– Zügen im Seehafen-Hinterlandverkehr. Diese bestehen üblicherweise ausschließlich aus 20- und 40-Fuß-Containern der großen Reedereien. Als Untergruppe dieser könnte man die „Chinacontainer“-Züge sehen, die über den Landweg nach Deutschland kommen. Hier setzt man größtenteils 40-Fuß-Container von chinesischen Unternehmen ein. – Zügen, die mit Containern und Wechselbehältern beladen sind. – Zügen, die mit Sattelaufliegern beladen sind.
– Zügen, die mit Containern, Wechselbehältern und Sattelaufliegern beladen sind.

Nach den Ladungen richtet sich die Auswahl der Tragwagen.
Für Züge mit 20- und 40-Fuß-Containern kommen in der Regel dafür passende Wagen zum Einsatz wie die Sggrs80‘, Sggns80‘ oder Sgns60‘. Einsätze von Taschenwagen in solchen Zügen sind – insbesondere in der Epoche VI – sehr selten.

Auch hier wieder zu Hupac: In aller Regel hat Hupac eine sehr gemischte „Klientel“, es sind auf vielen ihrer Züge sowohl Auflieger als auch Container und Wechselbrücken aller Art verladen. Demensprechend sind auch die Züge recht bunt gemischt, was die Wagenbauarten angeht. Es gibt allerdings einige Relationen, auf denen ausschließlich (oder fast ausschließlich) Sattelauflieger verladen werden. Diese bestehen dann auch nur aus Taschenwagen – wie T3000e (Roco, Piko), T4.0 (Kombimodell), T4.1 (Kombimodell), T4.2 (Freelance-Modell von Kombimodell auf Basis des T4.1) und T5 (bisher nicht als Modell erhältlich).

Sehr schnell muss man sich vom Gedanken verabschieden, dass man mit Modellen, die von großen Herstellern wie Roco, Piko usw. angeboten werden, unter Verwendung der mitgelieferten Ladung vorbildgerechte Züge nachbilden kann.
Man muss sich viel mehr auch bei anderen Herstellern umschauen. Problematisch ist auch hier – wie bei fast allen Sachen im Modellbahnsektor – die Verfügbarkeit. Viele Modelle werden nur einmalig aufgelegt und sind dann häufig für viele Monate, meistens Jahre, vergriffen. Auch gibt es häufig gewisse Container/Wechselbehälter/Sattelauflieger nicht einzeln, sondern wiederum nur mit einem Tragwagen, den man evtl. nicht brauchen kann oder zusammen mit einer LKW-Zugmaschine+Containerchassis.
Einige Herstellernamen, die man im Blick haben sollten: AWM, Herpa, ACME, Kombimodell, b-models, PT-Trains…

Während sich bei Containern und Wechselbehältern in den letzten Jahren einiges getan hat (insbesondere dank ACME und Kombimodell), sieht es bei vernünftigen Sattelaufliegern immer noch sehr mau aus. Veraltete Auflieger-Typen, sehr sparsam bedruckte Modelle usw. bestimmen hier das Bild.

Die dritte Frage ist dann noch schließlich das Traktionsmittel für deinen KV-Zug.

Einige KV-Operateure sind selbst EVU (wie z.B. Lineas, TXL, boxXpress), diese sind dann häufig auch, zumindest auf einem Teil des Laufwegs, für die Traktion zuständig. Andere Operateure beauftragen EVU wie DB Cargo, SBB Cargo, Crossrail, RTB Cargo etc.

Hupac ist tatsächlich auch selbst EVU, nutzt aber Loks der SBB Cargo für die Züge, die sie in Eigenregie fahren. Die Hupac-eigenen Loks (182, 193) werden an verschiedene andere EVU vermietet, die damit alles Mögliche fahren – vom Kesselwagen-Ganzzug bis hin tatsächlich zu einem Hupac-KV.

Grüße
Yannick<<

aus
Drehscheibe Online Foren :: 06 – Modellbahn-Forum :: Re: Brauche Hilfe bei Doppeltaschenwagen https://www.drehscheibe-online.de/foren/read.php?010,9733861,9734113#msg-9734113

>>Am 02./03.Oktober 2021 feiert der Verein DBV Förderverein Niederlausitzer Eisenbahn e.V. zusammen mit seinen Partnern, die Wiedereröffnung des Streckenabschnitts Luckau – Lübben.

Die Pendelfahrten Luckau-Lübben-Luckau unter Dampf, können Sie vor Ort, oder im Vorverkauf buchen.<<

Feste – DBV Förderverein Niederlausitzer Eisenbahn e.V.
https://niederlausitzer-eisenbahnfreunde.de/feste/

Bald noch mehr interessieren mich allerdings die für die Zukunft geplanten regelmäßigen Fahrten auf der Strecke Luckau-Lübben (Teil der Bahnstrecke Falkenberg–Beeskow – https://de.wikipedia.org/wiki/Bahnstrecke_Falkenberg%E2%80%93Beeskow).

Es gibt Statistiken für alles, auch für Stellwerke:

Interaktive Karte | Stellwerksdatenbank
https://stellwerke.info/stw/map.php

HVLE 159 010 rangiert einen Kieszug mit Dieselkraft

Quelle
Drehscheibe Online Foren :: 03/02 – Bild-Sichtungen :: Querbeet aus WAK – 07.05.2021 https://www.drehscheibe-online.de/foren/read.php?004,9720165

EGP 221 145-6 rangiert am Hafen
Quelle:
Drehscheibe Online Foren :: 03/02 – Bild-Sichtungen :: EGP in WAK / Bf und Binnenhafen 10.05.2021 https://www.drehscheibe-online.de/foren/read.php?004,9720158

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